Zum Hauptinhalt springen

Side Event · UNTOC COP13 · Wien

Community Resilience against the Recruitment of Children

Widerstandsfähige Gemeinschaften gegen die Rekrutierung von Kindern

Antworten aus Gemeinwesen und Schule auf die Online-Rekrutierung durch organisierte kriminelle Gruppen, zur Unterstützung von Artikel 31 der Konvention.

  • Dreizehnte Tagung · 19. bis 23. Oktober 2026
  • Vienna International Centre, Wien
  • Multi-Stakeholder-Dialog · 50 Minuten · hybrid · Englisch

Konzeptnote herunterladen(PDF · 235 kB)

Die Anmeldung öffnet, sobald das Sekretariat das Programm veröffentlicht hat.

HWPL ist eingeladen, als Beobachter an der COP13 teilzunehmen; das Side Event ist eingereicht und wartet auf das Programm.

Innerhalb der dreizehnten Tagung, 19. bis 23. Oktober 2026, Vienna International Centre; den Slot vergibt das Sekretariat, bestätigt wird er im offiziellen Programm. Tagesordnungspunkt 3

Stand 19. August 2026
Veranstaltet von
HWPLHeavenly Culture, World Peace, Restoration of Light

Mitveranstaltet von

  • Mali
  • NUNSA
  • UPF
  • IPYG

Die Veranstaltung im Überblick

Das Wesentliche auf einen Blick. Was das Sekretariat noch entscheidet, ist als solches benannt.

Thema
Community Resilience against the Recruitment of Children
Ziel
Austausch operativer Erfahrung zwischen Mitgliedstaaten, UNODC und Zivilgesellschaft zur Verhinderung der Rekrutierung von Kindern, und Identifikation von Kooperationen, die die bestehende Präventionsarbeit des UNODC ergänzen.
Schwerpunkt
Umsetzung von Artikel 31 der Konvention über Gemeinwesen und Bildung, unter Tagesordnungspunkt 3: neue Formen und Dimensionen grenzüberschreitender organisierter Kriminalität.
Format
Multi-Stakeholder-Dialog (Mitgliedstaaten, UNODC, Zivilgesellschaft), 50 Minuten, hybrid, auf Englisch.
Datum und Uhrzeit
Innerhalb der dreizehnten Tagung, 19. bis 23. Oktober 2026. Den Slot vergibt das Sekretariat, bestätigt wird er im offiziellen Programm.
Ort
Vienna International Centre (VIC), UNODC, Wien. Den Raum weist das Sekretariat zu.
Gastgeber
HWPL (Heavenly Culture, World Peace, Restoration of Light)
Mitveranstalter
Mali · National Union of Nigerian Students in Austria (NUNSA) · Universal Peace Federation (UPF) · International Peace Youth Group (IPYG). Weitere Mitgliedstaaten, Einrichtungen der Vereinten Nationen und zivilgesellschaftliche Partner werden eingeladen. Die endgültige Liste erscheint im offiziellen COP13-Programm der Side Events.

Warum dieses Side Event

Organisierte kriminelle Gruppen rekrutieren Kinder heute über dieselben Plattformen, die diese Kinder für die Schule und für Freundschaften nutzen.

Den Rahmen für eine Antwort, die über Strafverfolgung hinausgeht, liefert die Konvention bereits. Zu wenig untersucht ist die operative Ebene: wer in der Praxis ein Kind erreicht, bevor ein Rekrutierer es tut. Diese Frage stellt das Side Event Mitgliedstaaten, UNODC und Praktikerinnen und Praktikern gemeinsam.

Treiber, die diese Sitzung behandelt

  • 01

    Schwache Bindungen in Familie, Schule und Gemeinwesen

    Wo die Erwachsenen um ein Kind herum fehlen, überlastet oder nicht vorbereitet sind, trifft Rekrutierung genau dort auf keinen Widerstand, wo sie beginnt.

  • 02

    Soziale Ausgrenzung und ungleiche Chancen

    Rekrutierung konzentriert sich dort, wo Perspektiven fehlen. Sie wird als Weg zu Einkommen und Ansehen angeboten und auch so verstanden.

  • 03

    Fehlende Zugehörigkeit und Identität

    Kriminelle Gruppen liefern Status, Schutz und einen Platz. Prävention, die nur warnt, tritt gegen ein Angebot an.

  • 04

    Normalisierung schädlichen Verhaltens im Netz

    Verschlüsselte Apps, spielerisch gestaltete Aufträge und codierte Sprache machen Rekrutierung alltäglich, privat und für Erwachsene schwer lesbar.

  • 05

    Gezielte Ansprache wegen geringerer Strafmündigkeit

    Minderjährige werden bewusst rekrutiert, weil ihre strafrechtliche Verantwortlichkeit geringer ist. Das ist Strategie, kein Nebeneffekt.

Die Datenlage

Die Sitzung stützt sich auf veröffentlichte Befunde, nicht auf die Erfahrung einer einzelnen Organisation. Jede Zahl trägt Quelle und Jahr.

  • über 70 %

    der kriminellen Märkte in der Europäischen Union betreffen Minderjährige, typischerweise zwischen 13 und 17 Jahren, rekrutiert über verschlüsselte Anwendungen, spielerisch gestaltete Aufträge und codierte Sprache.

    Quelle: Europol, Intelligence Notification Ref. 2024-033 (2024)
  • ab 12 Jahren

    Dokumentiert ist die Rekrutierung von Zwölfjährigen, korreliert mit sozioökonomisch benachteiligten Wohngegenden; 821 Hochrisiko-Netzwerke wurden identifiziert.

    Quelle: European Parliamentary Research Service, PE 772.903 (2025)
  • Erzwungene Kriminalität wird als wachsende Form der Ausbeutung ausgewiesen, neben den etablierten Formen des Menschenhandels.

    Quelle: UNODC, Global Report on Trafficking in Persons 2024
  • In der einvernehmlich angenommenen Resolution 2024/11 hat der Wirtschafts- und Sozialrat seine tiefe Besorgnis über diese Risiken festgehalten und die Mitgliedstaaten aufgerufen, ihnen entgegenzutreten.

Warum das an die Vertragsstaatenkonferenz gehört

Das Mandat ist nicht geliehen. Artikel 31 der Konvention und Artikel 9 des Zusatzprotokolls gegen Menschenhandel verlangen von den Vertragsstaaten genau diese Art von Arbeit, und zwar gemeinsam.

  • UNTOC, art. 31 (5)

    Die Vertragsstaaten bemühen sich, nationale Projekte zu entwickeln und zu evaluieren sowie bewährte Verfahren und Politiken zur Verhütung grenzüberschreitender organisierter Kriminalität zu etablieren und zu fördern.

  • UNTOC, art. 31 (7)

    Die Vertragsstaaten arbeiten untereinander und mit internationalen und regionalen Organisationen zusammen, um diese Maßnahmen zu fördern, auch über Projekte, die die Umstände abbauen, die marginalisierte Gruppen verwundbar machen.

  • Trafficking in Persons Protocol, art. 9 (3)-(5)

    Die Vertragsstaaten treffen Maßnahmen gegen die Faktoren, die Menschen für Menschenhandel verwundbar machen, darunter Armut, Unterentwicklung und fehlende Chancengleichheit, und kooperieren über Forschung, Information und Medienkampagnen.

Die Sitzung ist unter Tagesordnungspunkt 3 vorgeschlagen: neue Formen und Dimensionen grenzüberschreitender organisierter Kriminalität.

“States Parties shall, as appropriate, collaborate with each other and relevant international and regional organizations in promoting and developing the measures referred to in this article. This includes participation in international projects aimed at the prevention of transnational organized crime, for example by alleviating the circumstances that render socially marginalized groups vulnerable to the action of transnational organized crime.”
United Nations Convention against Transnational Organized Crime, article 31, paragraph 7

Der Ansatz

Kein externes Programm erreicht jedes gefährdete Kind. Aber jedes gefährdete Kind hat bereits Kontakt zu Erwachsenen, die befähigt werden können, Rekrutierung zu erkennen und zu unterbrechen.

Statt weitere Programme hinzuzufügen, erweitert der Ansatz die Handlungsfähigkeit der Menschen, die im Leben eines Kindes ohnehin vorkommen: Lehrkräfte, Trainerinnen und Trainer, Jugendarbeiterinnen und Jugendarbeiter, religiöse und kommunale Bezugspersonen. Drei Ebenen werden vorgestellt, in aufsteigender Dauerhaftigkeit.

  • 01

    Die Erwachsenen befähigen, die ohnehin da sind

    Strukturierte Fortbildung für Pädagoginnen, Pädagogen und kommunale Bezugspersonen: frühe Anzeichen erkennen, ein Gespräch mit einem gefährdeten Kind eröffnen, wissen, wohin weiterverwiesen wird. Diese Ebene skaliert, weil sie nicht davon abhängt, dass eine externe Organisation bleibt.

  • 02

    Jungen Menschen eine Rolle geben statt einer Warnung

    Von Gleichaltrigen getragene zivilgesellschaftliche, sportliche und kulturelle Aktivität, die Zugehörigkeit, Identität und Sinn liefert, also genau das, was Rekrutierung ebenfalls anbietet, und junge Menschen für unterstützende Erwachsene sichtbar hält statt für Rekrutierer.

  • 03

    Institutionelle Verantwortung verankern

    Vereinbarungen mit Bildungsministerien, kommunalen Behörden und Strafverfolgung, damit Prävention einen Personal-, Finanzierungs- oder Regierungswechsel übersteht.

Indikativer Ablauf

Segmente in ihrer Reihenfolge. Auf dieser Seite stehen keine Uhrzeiten, weil es noch keinen Slot gibt.

SegmentInhalt
EröffnungBegrüßung und Rahmung durch HWPL als Moderation.
DatenlageWie Rekrutierung heute funktioniert: Ausmaß, Online-Mechanik, Risiko- und Schutzfaktoren.
MitgliedstaatenDrei Delegationen über nationale Erfahrung und über die in Resolution 2024/11 festgehaltenen Zusagen.
PräventionsansatzWas Gemeinwesen und Schulen leisten: ein Präventionsansatz auf drei Ebenen (HWPL).
JugendstimmeDie Perspektive einer Praktikerin oder eines Praktikers aus der Jugendarbeit auf Prävention unter Gleichaltrigen.
DiskussionAustausch mit dem Publikum.
AbschlussEine Bitte, ein Angebot.
Die Zeit wird innerhalb der 50 Minuten zugeteilt, sobald Slot und Sprecherinnen und Sprecher feststehen. Die Veranstalter sind einer geschlechter- und regional ausgewogenen Beteiligung verpflichtet und bitten darum, Barrierefreiheitsbedarf vorab anzumelden.

Erwartete Ergebnisse

Was die Sitzung hinterlassen soll, und was danach schriftlich festgehalten wird.

  • Ergebnis 1

    Austausch von Erkenntnissen

    Aktuelle Erkenntnisse zur Online-Rekrutierung von Kindern und dazu, was Prävention über Gemeinwesen und Bildung neben der Strafverfolgung leistet, werden zwischen Mitgliedstaaten, UNODC und Praxis ausgetauscht, zur Unterstützung von Artikel 31 der Konvention und Artikel 9 des Zusatzprotokolls gegen Menschenhandel.

  • Ergebnis 2

    Multiplikatoren benannt

    Die Multiplikatorenrolle von Lehrkräften, kommunalen Bezugspersonen und Jugendarbeit wird dargelegt, und es wird benannt, an welchen Punkten die Felderfahrung der Zivilgesellschaft die bestehende Präventionsarbeit des UNODC ergänzt: Line Up Live Up, Education for Justice und die Arbeit von UNODC und UNESCO zu einer Kultur der Rechtsstaatlichkeit.

  • Ergebnis 3

    Fortsetzung festgehalten

    Interessensbekundungen für einen fortgesetzten Austausch werden festgehalten, und eine schriftliche Zusammenfassung wird dem Sekretariat für die Online-Sammlung der Side-Event-Zusammenfassungen übermittelt.

Wer dahintersteht

Wer die Sitzung trägt, wer in ihr spricht, und wer noch eingeladen wird.

Gastgeber
Veranstaltet von

HWPL

HWPL ist eine Nichtregierungsorganisation, registriert beim UN Department of Global Communications, mit ECOSOC-Sonderberaterstatus seit 2017. Aktuell laufen Friedensbildungs- und Konfliktpräventionsprogramme in 1.012 Bildungseinrichtungen in 112 Ländern. Im Zentrum dieser Arbeit steht frühe Intervention: jungen Menschen Identität, Zugehörigkeit und bürgerschaftlichen Sinn zu geben, bevor sich Verwundbarkeiten verfestigen.

Wer in der Sitzung spricht
  • Zivilgesellschaft

    HWPL

    Eröffnet und moderiert die Sitzung und stellt den dreistufigen Präventionsansatz vor, den Gemeinschaften und Schulen in der Praxis anwenden.

  • Mitgliedstaat

    Mali

    Bringt die Perspektive der Sahelzone ein und spricht zu Interessenkonflikten als strukturellem Treiber von Korruption und Kriminalität.

Weitere Mitveranstalter
  • National Union of Nigerian Students in Austria (NUNSA)
  • Universal Peace Federation (UPF)
  • International Peace Youth Group (IPYG)

Weitere Mitgliedstaaten, Einrichtungen der Vereinten Nationen und zivilgesellschaftliche Partner werden eingeladen. Die endgültige Liste erscheint im offiziellen COP13-Programm der Side Events. Stand: 19. August 2026.

Möchten Sie dabei sein?

Ob Sie mitwirken, sprechen oder die Perspektive Ihres Landes oder Ihrer Organisation einbringen möchten: schreiben Sie uns. Interessensbekundungen sind von Mitgliedstaaten, Einrichtungen der Vereinten Nationen und zivilgesellschaftlichen Partnern gleichermaßen willkommen.

Schreiben Sie uns

un@hwpl.at

Kontakt

Für Delegationen, Einrichtungen der Vereinten Nationen und Medien.

Ricarda Haase

UN Vienna Main Representative, HWPL

E-Mailricarda.haase@hwpl.atTelefon+49 157 88301511

Thomas Galler

Representative to UNOV, HWPL

E-Mailthomas.galler@hwpl.atTelefon+43 678 1266650
Allgemeine Anfragenun@hwpl.atOnlineKontaktformular auf hwpl.at

An der Sitzung teilnehmen

Die Sitzung steht allen Teilnehmenden der Konferenz offen. Anmeldung und Zugang laufen über das Sekretariat, sobald das offizielle Programm veröffentlicht ist.

Wir öffnen die Anmeldung, sobald das Sekretariat das Programm veröffentlicht hat. Delegationen, die nicht vor Ort sein können, sind eingeladen, sich aus der Ferne zu beteiligen; eine Ko-Gastgeberin hat das bei der Kommission im Juni bereits getan.

Quellen und Belege
  • UNTOC, art. 31
  • Trafficking in Persons Protocol, art. 9
  • ECOSOC res. 2024/11 (2024)
  • Europol, Intelligence Notification Ref. 2024-033 (2024)
  • EPRS, PE 772.903 (2025)
  • UNODC, Global Report on Trafficking in Persons 2024
  • UNODC/WHO, International Standards on Drug Use Prevention (2018)

Diese Seite folgt der Konzeptnote in der Fassung vom 19. August 2026. Arbeitsdokument, Änderungen vorbehalten: das Programm der Side Events veröffentlicht das Sekretariat, und diese Seite wird dann aktualisiert.

HWPL Österreich · hwpl.at
ImpressumDatenschutz